2025/2026 28. Spieltag: FC Carl Zeiss Jena - FSV 63 Luckenwalde 1:0
| Spieldaten | |
| Wettbewerb | Regionalliga, 28. Spieltag |
| Saison | Saison 2025/2026, Rückrunde |
| Ansetzung | FCC - FSV Luckenwalde |
| Ort | Ernst-Abbe-Sportfeld |
| Zeit | Sa. 04.04.2026 14:00 Uhr |
| Zuschauer | 5.613 |
| Schiedsrichter | Luis Riedel (Chemnitz) |
| Ergebnis | 1:0 (1:0) |
| Tore |
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| Programmheft |
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Aufstellungen
- Jena
- Marius Liesegang
- Nils Butzen, Malik Talabidi
, Sören Reddemann, Maurice Hehne, Paul Krämer - Maxim Hessel
- Jannes Werner (89. Manassé Eshele), Timon Burmeister (65. Alexander Prokopenko), Patrick Weihrauch (78. Nicolas Wähling)
- Emeka Oduah
(46. Kevin Lankford)
- Trainer: Volkan Uluc
- Luckenwalde
- Florian Palmowski
- Quentin Seidel
, Sofiene Jannene
, Len Neumann
(46. Jonas Kühn), Matthew Meier (67. Clemens Kolin) - Tim Maciejewski, Fabio Schneider, Andreas Pollasch
, Tim Schleinitz (67. Niclas Kaus) - Simon Gollnack, Phillip König (46. Lucas Will)
- Trainer: Michael Braune
Spielbericht
Heimsieg, Chancenwucher und Eshele-Comeback
Gegen den FSV Luckenwalde folgt Oduahs frühem Treffer (2.) trotz klarster Chancen kein weiterer. Am Ende steht ein ebenso knapper wie hochverdienter 1:0-Heimsieg.
Drei Tage nach dem Auswärtsdreier von Zehlendorf und somit sowohl am Ende der einen als auch am Beginn einer weiteren englischen Woche nutzte Volkan Uluc die Breite seines Kaders und wechselte die Startelf auf gleich vier Positionen. Für Fritz, Prokopenko, Lankford und Wähling rückten Weihrauch, Burmeister sowie nach überstandener Sperre Reddemann und Hehne ins Team. Taktisch überraschte Jenas Trainer mit einer Dreierkette aus Reddemann-Hehne-Talabidi, Krämer und Butzen auf den Außenpositionen, Hessel-Werner-Weihrauch als zentrales Mittelfelddreieck und Burmeister/Oduah in vorderster Front.
Eben dieses Sturmduo sollte Luckenwalde in der Anfangsphase vor unlösbare Probleme stellen. Gerade einmal 108 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Ball bereits im Netz. Oduah katapultierte Burmeisters Rechtsflanke per Kopf auf den Kasten von Florian Palmowski. Der hielt zunächst überragend, ein zweites Mal aber fehlerhaft, so dass Oduah trocken zum 1:0 abstaubte. Drei Minuten später flankte Burmeister erneut von der rechten Seite, diesmal traf Oduah frei vor dem Tor den Ball nicht richtig. In der 13. Minute schließlich erneut beide Stürmer im Zusammenspiel, Oduah nahm Burmeisters Anspiel auf, umkurvte Palmowski, aber bekam den Ball dann unglücklich ans Standbein und verpasste den Abschluss ins leere Tor.
Der FCC wirkte frisch, klar und resolut, setzte immer wieder offensive Akzente, doch die klaren Möglichkeiten gegen eine nun besser eingestellte Luckenwalder Abwehr blieben in der Folge aus. So beruhigte sich die Partie zusehends und wurde so etwas wie der Gegenentwurf zum verrückten Derby-Spektakel: Jena dominierte bis zum Pausenpfiff unspektakulär, ruhig und erwachsen, ließ hinten nullkommanull zu und riskierte nach vorn wenig.
Mit dem Seitenwechsel sollte sich dies ändern, denn die Thüringer kamen mit Dampf aus der Kabine. Ein Strafraumfoul an Oduah blieb irrelevant, da der Flankenball zuvor im Toraus gewesen sein soll, Burmeister wurde im letzten Moment abgegrätscht, Palmowski entschärfte Werners Schuss, Oduahs Abschluss in bester Position landete in der Nordkurve. All dies in der turbulenten Anfangsviertelstunde, an der auch die nun deutlich mutiger auftretenden Gäste ihren Anteil hatten. Liesegang lenkte den feinen Schlenzer von Luckenwaldes Topscorer Maciejewski um den Pfosten (55.) und erinnerte die knapp 6000 Zuschauer, wie schnell sich der Chancenwucher rächen kann. Volkan Uluc hatte nach dem Zehlendorf-Spiel beklagt, dass sich seine Mannschaft schwer damit tut, bei Führung den zweiten Treffer nachzulegen. Und sie bestätigte diese These erneut schmerzhaft. Prokopenko hätte das 2:0 machen müssen, als er nach ganz langem Ball plötzlich frei vor Palmowski stand und mit Flachschuss an diesem scheiterte (71.). Jannes Werner hatte Pech mit seinem Pfostenschuss nach Hessels Traumanspiel (75.). Und so musste der Zeiss-Anhang bis in die 96. Minute zittern, bis der hochverdiente Sieg mit dem knappsten aller Ergebnisse in Sack und Tüten war. Unter den Jubelnden war auch Manassé Eshele, der nach monatelanger Verletzungspause in der Schlussphase sein umjubeltes Comeback feierte. Der FC Carl Zeiss springt mit dem Dreier auf Rang 2 zum Osterfest.
--GUNNER